IRONMAN Kalmar

Wahrsinn, aber irgendwie doch war! Drei Langdistanzen in einem Jahr habe ich noch nie gemacht, aber es ist machbar. Zwischen dem Strongman Japan und Ironman Nizza hatte ich 10 Wochen, zwischen dem Ironman Nizza und dem Ironman Kalmar nur 8 Wochen. Nach Nizza habe ich erst mal 2 Wochen Pause gemacht und wollte dann wieder in die Vorbereitung für Kalmar einsteigen. Leider musst ich die Pause auf Grund einer Zahnwurzelentzündung um eine woche verlängern. Somit hatte ich nur drei Wochen Zeit fürs Training, um dann wieder zu tapern. Deshalb war ich mir nicht sicher was der Körper und vor allem der Kopf noch abrufen können.

Kalmar und die Schweden – ein sehr entspanntes Volk in einer wunderschönen Stadt. Stress kennen die Leute hier nicht … Somit optimal für die nötige Ruhe vorm Rennen. Die Anreise erfolgte über Travemünde mit der Fähre nach Trollenbück, dann noch gute 3 Stunden Fahrt zu unserem Örtchen. Also ein Rennen fast vor der Haustür. Für mich irgendwie eine ungewohnte Situation das Rad für den IRONMAN nicht in den Koffer zu packen.   Das Rennen: Der Startschuss fiel um 7 Uhr morgens im 19 °C warmem Hafenbecken. Wir starteten gemeinsam mit den Profis. Wie immer wurde von Anfang an ein sehr hohes Tempo geschwommen. Um das Tempo und die Streckelänge machte ich mir nach dem 7km-Wakenitzman-Schwimmen keine Sorgen.

Somit konnte ich als 12. in 50:50min und 2 Minuten Rückstand zum ersten Athleten das Wasser verlassen. Dann schnell wechseln – die Armlinge wollten irgendwie nicht über die nassen Arme rüber, aber darauf verzichten wollte ich auf Grund der 16 °C Außentemperatur auch nicht. Nach 10km kam schon das Highlight auf der Radstrecke, die 6km lange Ölandbrücke. Mit guten 60km/h ging es über die Brücke rüber. Ein tolles Gefühl mit coolem Ausblick. Die Radstrecke war aufgeteilt in zwei Runden: Eine 105km Runde auf Öland und eine 75km Runde um Kalmar. Das Streckenprofil war leicht hügelig aber die Windverhältnisse waren mild. Trotzdem gab es verstärkt gruppendymisches Fahren und die Wettkampfrichter haben die Athleten nur ermahnt, aber keine Strafe ausgesprochen. Schade eigentlich!

Nach 4:49 Stunden und an Position 47 stellte ich mein Rad wieder in der Wechselzone ab. Die Beine fühlten sich gut an und ich realisierte, dass eine Zeit um die Neun Stunden machbar wäre. Einen 3:15 Stunden müsste ich laufen….

Also das entsprechende Tempo im Kopf festgelegt und los ging’s. Bis Kilometer 35 verlief das Rennen sehr gut, aber nach und nach wurde der Schritt müder und ich musste leider das Tempo reduzieren. Ein kurzer Gedanke war, mit der Brechstange die Geschwindigkeit weiterzulaufen und ggf. bei Kilometer 40 zu platzen oder das Ding sauber nach Hause zu laufen und die Atmosphäre zu genießen. Ich entschied mich fürs Genießen und finishte mit einer Endzeit von 9:01:56 Stunden. Damit verbesserte ich meine Bestzeit von Klagenfurt 2008, die bei 9:03:42 Stunden lag.

Vielen Dank für die Unterstützung meiner Sponsoren!
In diesem Sinne,
Andre

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *